The Talisman ist eine Romantrilogie, die King zusammen mit Peter Straub 1geschrieben hat. Die handelt von dem Protagonisten Jack Sawyer und desseren Reisen in die „Territories“, eine Art Parallelwelt.
The Talisman (1984) ✔️
Im ersten Teil der Serie begibt sich der junge Jack Sawyer auf einer Reise durch Amerika und die Territories, um den besagten Talisman zu finden. Dieser ist das einzige, womit er seine todkranke Mutter heilen kann.
Black House (2001) ✔️
Jahre später ist Jack Sawyer ein ehemaliger, zur Ruhe gesetzer, Detektiv, der die Ereignisse im vorigen Buch vergessen - oder genauer: verdrängt - hat. Er wird relativ unsanft aus seinem Ruhestand geholt um eine Mordserie aufzuklären und einen entführen Jungen zu retten bevor es zu spät ist. Um das zu erreichen muss er seine verdrängten Erinnerungen wieder freilegen, und es geht um weit mehr als „nur“ ein entführtes Kind oder einen Serienmörder.
Other Worlds Than These (2026) ✔️
Nach den Ereignissen von Black House (2001) ✔️ lebt Jack Sawyer nun fast ausschließlich in Mid-world2 und erledigt Aufgaben für einen lokalen Herrscher. Es gibt vor Ort noch weitere Amerikaner, die aus ihrer Heimat von einem weiteren „Angestellten“ dieses Herrschers entführt wurden. Leider kann Jack diese unfreiwilligen Bewohner nicht wieder in ihre Heimat bringen, er kann nur selbst zwischen den Welten reisen und niemanden mitnehmen. Ein Auftrag führt dazu dass er und seine Mitstreiter Mid-World - und tatsächlich wohl auch alle anderen Welten - retten müsssen.
Kommentar
Ich persönlich finde den dritten Teil der Trilogie den mit Abstand schwächsten. Zum einen wirkt der fast wie eine Hommage an The Dark Tower und den ersten Teil der Trilogie: Es werden ständig Anspielungen gemacht3 und teilweise die Ereignisse nacherzählt, oft aus eine Art Tagebuch von Jack Sawyer. Das wirkt als ob King dem Leser nicht zutraut sich an die Geschichten zu erinnern. Zum anderen hat das Buch massive Lücken, siehe unten. Und so richtig spannend wird es erst ungefähr in der zweiten Hälfte, als sich Jack Sawyer und seine unfreiwilligen Gefährten auf den Weg machen.
Territories und Mid-World, leichte Spoiler!
Der Versuch von King die „Territories“ und „Mid-World“ zu vereinen, genauer: sie immer schon als den gleichen Ort darzustellen funktioniert meiner Meinung nach nicht, dafür sind die Territories und Mid-World viel zu unterschiedlich. Im ersten Teil der Trilogie werden die Territories als ein Ort voller Reinheit und klarer Luft beschrieben in einer mittelalterlichen Gesellschaft in der Waffen Bogen oder Schwerter sind und wo Geld in Form einer Art Äste (das hat seinen Grund) existierte. Morgen Sloat hat moderne Technik und Waffen aus den USA in einen Teil gebracht um die Territories zu erorbern. Hier sind solche Waffen bekannt, es existiert noch funktionale Technik (wie Straßenbahnen, elektrisches Licht oder Telefonie), etwas noch dazu im Widerspruch zur Mid-World im Dark-Tower-Universum seht, hier sind die ganzen modernen Teile schon lange - mit wenigen Ausnahmen - defekt oder nur noch als Relikte vorhanden. Jack Sawyer fragt sich ja selbst wieso manche Dinge noch so gut in Schuss sind.
Was mir auch nicht sonderlich gut gefallen hat:
Spoiler
Sophie ist tot. Warum und wie? Wird nicht gesagt. Ebenso das Schicksal von Dale Gilbertson, einer zentralen Figur in Black House (2001) ✔️, auch eher nebensächlich.
Zuletzt fehlt mir noch bei diversen Figuren Hintergrundinformation, ganz besonders bei Larry Magruder („The Spinner“). Was hat er vor seiner Zeit in Midworld gemacht? Welche Ursache hat sein Tic?
Alles zusammen: Leider nicht der beste Roman von King.
Footnotes
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Der letzte Teil entstand nach dem Tod von Peter Straub und ist somit eher ein Alleinwerk von King. ↩
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Mehr dazu in meinem Kommentar. ↩
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Ich frage mich woher die Einwohner die ganzen völlig zutreffenden Informationen über Roland und dessen Ka-Tet haben? Es hat ihn doch kein Chronist begleitet, noch dazu schloss Ende von The Dark Tower aus dass Roland irgendwem seine Geschichte erzählt hätte. ↩